Standorte des BLMK

Cottbus (CB)

Dieselkraftwerk

Uferstraße/Am Amtsteich 15
03046 Cottbus Deutschland
Tel: +49 355 4949 4040
Öffnungszeiten:

dienstags bis sonntags
10 bis 18 Uhr

Bitte beachten Sie unsere Sonder­öffnungs­­zeiten an Feier­tagen und die Angebote zu verschie­denen Ticket­­preisen
Eintrittspreise

Alle Ausstellungsräume, der Veranstaltungssaal und das mukk. sind z.T. über Aufzüge barrierefrei zu erreichen.

Frankfurt (Oder) (FF)

Frankfurt (Oder)

15230 Frankfurt (Oder) Deutschland
Tel: +49 335 4015629
Öffnungszeiten:

dienstags bis sonntags
11 bis 17 Uhr

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Frankfurt (Oder) (FF)

Rathaushalle

Marktplatz 1
15230 Frankfurt (Oder) Deutschland
Tel: +49 335 28396183
Öffnungszeiten:

dienstags bis sonntags
11 bis 17 Uhr

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Eingang durchs Rathaus.
Die Ausstellungsräume sind über Aufzüge erreichbar.

Frankfurt (Oder) (FF)

Packhof

Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11
15230 Frankfurt (Oder) Deutschland
Tel: +49 335 4015629
Öffnungszeiten:

dienstags bis sonntags
11 bis 17 Uhr

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Ausstellungsräume sind nicht barrierefrei: Besuch bitte nur mit Begleitperson.

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5.12.2020—14.2.2021 | CB Dieselkraftwerk

Stich für Stich. Faden um Faden Arbeiten mit Textil zwischen performativer Praxis und Raumnahme

„Bekleidung der Mauern war also das Ursprüngliche, seiner räumlichen, architektonischen Bedeutung nach das Wesentliche; die Mauer selbst das Sekundäre.“

 

Veranstaltungsort

Dieselkraftwerk
Uferstraße/Am Amtsteich 15
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dienstags bis sonntags
10 bis 18 Uhr

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Erik Göngrich, Elisabeth Kadow, Gabriele Stötzer, Sylvie Ungauer, Kata Unger, u. a.

Mit diesem Worten beschreibt der Architekt und Architekturtheoretiker Gottfried Semper im Jahr 1849 das Verhältnis von Körper, Kleidung und Architektur als eine Konstruktion von Hüllen, die vom Kern, dem Körper also, ausgehend in unterschiedlichen Schichten eine räumliche Form bilden. Der Nukleus Körper bestimmt zwar die Form, jedoch ist für die Erkennbarkeit jenes Ausgangspunktes die Hülle entscheidend. Daher sei es Semper zufolge „…gewiss, dass die Anfänge des Bauens mit den Anfängen des Textrin zusammenfallen.“. Textrin war hierbei der Sempersche Begriff für die textile Kunst und deren unterschiedliche Formen. Jene Kunst konnte ihren Ausdruck sowohl in Kleidung – also der Erweiterung des menschlichen Körpers – als auch in textilen Wandbehängen – verstanden als Mauerwerksbekleidung – finden.

In der bildenden Kunst hat das textile Wandbild eine lange Geschichte. Dem gemalten Bild war es lange Zeit ebenbürtig oder übertraf dieses sogar noch in seiner Bedeutung. Erinnert sei an die großformatigen Gobelins in den adligen Residenzen Europas, die oft von Künstlern entworfen wurden. Im Laufe der Zeit nahm der Stellenwert textiler Kunst im architektonischen Kontext jedoch ab. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam es zu einer Wiederbelebung dieser traditionsreichen Gattung. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistete das Bauhaus in Weimar und Dessau, in dessen Textilwerkstatt ästhetische Prinzipien der Moderne in abstrakt-konstruktiven Textilarbeiten umgesetzt wurden. Die zweite Inspirationsquelle für deutsche Künstler*innen stellte die französische Textilkunst der Nachkriegszeit dar, die wesentlich durch Jean Lurçat geprägt wurde. Von ihm stammt der Ausspruch, dass textile Bilder „das wärmende Kleid der Wand“ seien. In den 1950er und 1960er Jahren sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland entstanden anspruchsvolle und aufwändig gestaltete Tapisserien, die als architekturbezogene Arbeiten öffentliche (Innen)Räume prägten. Im Dialog mit zeitgenössischen textilen Positionen wird das raumbildende und raumverändernde Potenzial dieser speziellen Kunstform in der Ausstellung thematisiert.

Die ältesten dieser gestickten bzw. gewobenen Wandbilder der Ausstellung sind im Kontext des Bauhaus in den 1930er-Jahren entstanden. Weitere Bildteppiche stammen aus den 1950er/1960er Jahren. Die portablen Textil-/Kleidungsobjekte, die geradezu wie Prothesen eine körpererweiternde oder körpertransformierende Funktion haben und als Installationen gezeigt werden, wurden zwischen den späten 1970er-Jahren und heute entwickelt.

5.12. – Mitte Februar 2021

Zur Eröffnung der Ausstellung am 4.12.2020 um 19 Uhr laden wir Sie herzlich ein.

Veranstaltungsort

Dieselkraftwerk
Uferstraße/Am Amtsteich 15
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