Standorte des BLMK

Cottbus (CB)

Dieselkraftwerk

Uferstraße/Am Amtsteich 15
03046 Cottbus Deutschland
Tel: +49 355 4949 4040
Öffnungszeiten:

dienstags bis sonntags
11 bis 19 Uhr

Sonder­öffnungs­­zeiten an Feier­tagen
Eintrittspreise

Alle Ausstellungsräume, der Veranstaltungssaal und das mukk. sind über Aufzüge barrierefrei zu erreichen.

Frankfurt (Oder) (FF)

Packhof

Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11
15230 Frankfurt (Oder) Deutschland
Tel: +49 335 4015629
Öffnungszeiten:

dienstags bis sonntags
11 bis 17 Uhr

Sonder­öffnungs­­zeiten an Feier­tagen
Eintrittspreise

Die Ausstellungsräume sind barrierefrei: Besuch bitte nur mit Begleitperson.

Frankfurt (Oder) (FF)

Rathaushalle

Marktplatz 1
15230 Frankfurt (Oder) Deutschland
Tel: +49 335 28396183
Öffnungszeiten:

dienstags bis sonntags
11 bis 17 Uhr

Sonder­öffnungs­­zeiten an Feier­tagen
Eintrittspreise

Die Ausstellungsräume sind barrierefrei über eine Rampe erreichbar: Besuch bitte nur mit Begleitperson.

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Fr. 6.5. | 10 Uhr, → 10 Std. | CB Dieselkraftwerk

Symposium Radikale Ambivalenz Visuelle Strategien der Uneindeutigkeit in rechtsradikalen Bild- und Medienpraktiken

Eine Kooperation mit der BTU Cottbus-Senftenberg

 

Veranstaltungsort

Dieselkraftwerk
Uferstraße/Am Amtsteich 15
03046 Cottbus Deutschland
Telefon:
Tel: +49 355 4949 4040
Öffnungszeiten:

dienstags bis sonntags
11 bis 19 Uhr

Sonder­öffnungs­­zeiten an Feier­tagen
Eintrittspreise

Wenn in der öffentlichen Diskussion von rechtsradikalen Bildern die Rede ist, geht es meist um Bilder mit eindeutiger Botschaft und Wirkung – herabwürdigend, gewaltverherrlichend, rassistisch und antisemitisch. Dazu zählen menschenverachtende Memes, die in einschlägigen Chat-Gruppen zirkulieren, Transparente mit Gewaltfantasien, die auf Demonstrationen unmissverständliche Drohungen visualisieren, oder Bilder und Symbole mit unabweisbarem NS-Bezug. Auf den ersten Blick scheinen Mehrdeutigkeiten und Ambivalenzen den propagandistischen Zwecken rechter Hate Speech zuwiderzulaufen. Doch rechtsradikale Bildpraktiken bedienen sich mittlerweile eines ganzen Spektrums visueller Strategien – und gezielt eingesetzte Uneindeutigkeit gehört dazu: Nicht jedes rechtsradikale Bild ist heute unmittelbar und eindeutig als solches zu erkennen.

 

Akteur*innen des rechtsradikalen Spektrums haben eine Kompetenz im Umgang mit visuellen Medien erlangt, die immer noch unzureichend analysiert scheint. Sie eignen sich populäre wie subkulturelle Ästhetiken an und codieren sie um. Sie entwickeln Zeichen, Bildwelten und Narrative, die für die viel beschworene gesellschaftliche „Mitte“ anschlussfähig scheinen. Und sie inszenieren gezielt bildmächtige Ereignisse, um ihre visuellen Botschaften in die mediale Bildzirkulation einzuspeisen. Visuelle Uneindeutigkeiten haben dabei strategische Funktionen: Sie schützen die Bilder vor Zensur und deren Produzent*innen vor Strafverfolgung, sie sprechen neue Zielgruppen jenseits einschlägiger ‚Szenen‘ an, und sie schüren ein Klima des Misstrauens und der Verunsicherung der Wahrnehmung, in dem radikalisierte Ideologien vermeintlich an Plausibilität gewinnen.

 

Der Workshop Radikale Ambivalenz möchte solche Strategien rechtsradikaler Bildproduktion und deren Zirkulation aus bild- und medienwissenschaftlicher Perspektive in den Blick nehmen und nach dem gesellschaftlichen Umgang mit ihnen fragen. Im Dialog zwischen Wissenschaftler*innen, Journalist*innen, Pädagog*innen, zivilgesellschaftlichen Akteur*innen und Initiativen wollen wir das vorhandene Wissen über visuelle Strategien bündeln, vertiefen und gemeinsam das Bewusstsein für solche rechtsradikale Bild- und Medienpraktiken schärfen, die sich nicht ohne weiteres als solche erkennen lassen.

 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Forschungsinstituts für gesellschaftlichen Zusammenhalt, des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin, des FG Kunstgeschichte am IBK der BTU Cottbus-Senftenberg, der Neuen deutschen Medienmacher*innen e.V. und des Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst (BLMK).

 

Organisation: Susanne Wernsing (Berlin/Wien), Roland Meyer (Cottbus)

Die Teilnahme am zweitägigen Workshop ist kostenfrei, aber wegen der begrenzten Platzanzahl vor Ort nur mit vorheriger Anmeldung möglich.

Anmeldungen bitte per E-Mail bis spätestens 30. April an roland.meyer@b-tu.de.


Programm

Freitag, 6. Mai 2022

 

10:00   Bild-Ereignisse

Elke Gaugele (Wien), Rechte Modebilder

Jacob Birken (Düsseldorf), ‚Just a Prank‘. Ironische Selbstinszenierungen rechter Gruppen als Medienspektakel, 1865-2021

Margarete Pratschke (Berlin), Stürmende Spaziergänger

 

12:00   Mittagspause

 

13:30   Bild-Welten

Johannes Schütz (Dresden), Heimat als Sehnsuchtsort und Legitimationsressource der extremen Rechten. Visualisierungspraktiken seit 1990

Jelena Jazo (Frankfurt a.M.), Zwischen Alman-Memes und nationalen Stärke-Inszenierungen: Deutschsein als Thema des Internet-‚Humors‘

Simon Strick (Potsdam), „Have you seen my Fren, he is this tall?“: Zur neofaschistischen Kindlichkeit auf r/frenworld

 

15:30   Kaffeepause

 

16:00   Gegen-Bilder

Hatice Ince (Berlin), Memes und manipulierte Bilder – Rechte Propaganda erkennen und dagegen vorgehen

Demba Sanoh (Berlin), Aktivismus auf Social Media: Bilder als anti-rassistische Praxis

 

18:30   Abenddiskussion: Bündnisse

Alina Gromova (Berlin), Mirrianne Mahn (Frankfurt a.M.), tbd

Veranstaltungsort

Dieselkraftwerk
Uferstraße/Am Amtsteich 15
03046 Cottbus Deutschland
Telefon:
Tel: +49 355 4949 4040
Öffnungszeiten:

dienstags bis sonntags
11 bis 19 Uhr

Sonder­öffnungs­­zeiten an Feier­tagen
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