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14.3. – 31.5.26 | Cottbus | CB Dieselkraftwerk

Merkwürdig? Merk würdig! Fotografien aus der Sammlung des BLMK

Im Fokus dieser Ausstellung stehen fotografische Arbeiten, die dem Betrachter merkwürdig vorkommen mögen, die ihn stutzen lassen. Bilder, die uns in erheblichem Maße irritieren, zwingen uns zuweilen innezuhalten und genauer hinzusehen. Sie können Befremden und Verwunderung hervorrufen, aber auch Staunen und Neugier auslösen. Dies alles führt wiederum zu einer tieferen Auseinandersetzung mit dem Bild und regt zum Nachdenken an.
ORLAN, Self-hybridation, Nr. 31, 1997, Cibachrome, Schenkung von Ellen und Klaus Altmann, Bergisch Gladbach © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

ORLAN, Self-hybridation, Nr. 31, 1997, Cibachrome, Schenkung von Ellen und Klaus Altmann, Bergisch Gladbach © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

 

Veranstaltungsort

Dieselkraftwerk
Uferstraße/Am Amtsteich 15
03046 Cottbus Deutschland
Telefon:
Tel: +49 355 4949 4040
Öffnungszeiten:

dienstags bis sonntags
11 bis 19 Uhr

Sonder­öffnungs­­zeiten an Feier­tagen
Eintrittspreise

Gerd Bonfert, Kurt Buchwald, Klaus Elle, Valie Export, Katja Eydel, Thomas Florschuetz, Andreas Gefeller, Stefan Heyne, Joachim Jansong, York der Knöfel, Matthias Leupold, Ulrich Lindner, Steffen Mertens, ORLAN, Marc Räder, Michael Schade, Erasmus Schröter, Edwin Zwakmann u.a.

 

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Die ausgewählten Fotograf*innen brechen bewusst mit unseren Erwartungen und (Seh)Erfahrungen – etwa durch ungewöhnliche Perspektiven, extreme Nahaufnahmen oder absurde Bildkompositionen. Ebenso hinterfragen etliche von ihnen gesellschaftliche Normen oder Tabus und erzeugen somit beim Betrachter ein Gefühl von Unbehagen oder Verunsicherung. Mit Hilfe von Überbelichtungen, Verwischungen, Langzeitbelichtungen, Mehrfachbelichtungen, chemischen Manipulationen im Labor oder digitalen Verfremdungen stören die Fotograf*innen die gewohnte „Realitätstreue“ der Fotografie. Somit schwingt in allen Werken auch immer die Frage nach Täuschung und Wahrheit mit. Manchmal handelt es sich um inszenierte Bilder, die zwischen Realität und Fiktion schweben, manchmal um Fotomontagen oder Collagen, bei denen mehrere Bilder kombiniert werden, so dass eine neue, oft surreal wirkende Bildwelt entsteht.

 

Das Spektrum der Themenbereiche der einzelnen Fotograf*innen ist weit gefächert: Sie fotografieren alltägliche Konstellationen und Objekte, widmen sich dem Porträt und ebenso der Landschaft. Sie alle jedoch eint, dass sie gezielt mit Irritation arbeiten und dadurch ihre Bilder eine starke emotionale Wirkung entfalten, so dass die Fotografien lange im Gedächtnis haften bleiben, merk würdig werden. Die Ausstellung bezeugt außerdem, wie Künstler*innen unterschiedlicher Generationen immer wieder das Medium Fotografie nutzen, um Sehgewohnheiten zu brechen und brisante gesellschaftliche Fragen aufzuwerfen.


This exhibition focuses on photographic works that may strike the viewer as strange, that make them pause. Images that significantly unsettle us sometimes force us to stop and look more closely. They can evoke unease and wonder, but also amazement and curiosity. All of this, in turn, leads to a deeper engagement with the image and stimulates reflection.

 

The selected photographers deliberately break with our expectations and (visual) experiences—for example, through unusual perspectives, extreme close-ups, or absurd image compositions. Likewise, several of them question social norms or taboos, thus creating a feeling of unease or uncertainty in the viewer. Using overexposure, blurring, long exposures, multiple exposures, chemical manipulations in the darkroom, or digital distortions, the photographers disrupt the familiar „fidelity to reality“ in photography. Thus, the question of deception and truth resonates in all the works. Sometimes the images are staged, hovering between reality and fiction; sometimes they are photomontages or collages, combining multiple images to create a new, often surreal, visual world.

 

The range of subjects explored by the individual photographers is wide: they depict everyday situations and objects, dedicate themselves to portraiture, and also to landscapes. What unites them all, however, is their deliberate use of provocation, which gives their images a powerful emotional impact, ensuring that the photographs linger in the memory and become memorable. The exhibition also demonstrates how artists of different generations repeatedly use the medium of photography to disrupt visual conventions and raise pressing social issues.

Veranstaltungsort

Dieselkraftwerk
Uferstraße/Am Amtsteich 15
03046 Cottbus Deutschland
Telefon:
Tel: +49 355 4949 4040
Öffnungszeiten:

dienstags bis sonntags
11 bis 19 Uhr

Sonder­öffnungs­­zeiten an Feier­tagen
Eintrittspreise

Programm im Zusammenhang mit der Ausstellung