Kunstpreis des Landes Brandenburg 2026

Mit dem Brandenburgischen Kunstpreis werden herausragende künstlerische Positionen ausgezeichnet, die für die Vielfalt und Qualität der zeitgenössischen Kunst in Brandenburg stehen. Die Preisträgerinnen und Preisträger verbindet dabei nicht nur ihre künstlerische Arbeit, sondern auch eine enge Verbindung zum Land – als Lebens- und Arbeitsort oder als Ausgangspunkt ihres künstlerischen Schaffens.
Mit dem Kunstpreis werden Maren Strack, Peter Rohn und Gabriele Konsor ausgezeichnet. Maren Strack verbindet Bildhauerei, Performance, Tanz, Film und Klang zu einer eigenständigen, von Bewegung und Rhythmus geprägten Bildsprache. Der seit 1960 in Potsdam lebende Peter Rohn verbindet in Malerei, Zeichnung und Text persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlichen Beobachtungen. Seine farbintensiven Arbeiten bewegen sich zwischen Wirklichkeit, Erinnerung und fantasiereichen Traumszenarien. Gabriele Konsor richtet ihren Blick besonders auf den ländlichen Raum. Mit Zeichnungen, Installationen, Aktionen und Fotografien entwickelt sie gemeinsam mit anderen neue Perspektiven auf Landkultur, Gemeinschaft und gesellschaftliches Miteinander.
Der Ehrenpreis des Ministerpräsidenten für ein Lebenswerk geht an Christa Jeitner. Seit den 1960er Jahren entwickelt die in Ahrensfelde lebende Künstlerin die Nahtzeichnung als eigenständige künstlerische Ausdrucksform. In ihrem vielschichtigen Werk treffen Grafik, Malerei und textile Materialien aufeinander. Gesellschaft, Erinnerung und die Auseinandersetzung mit den Verbrechen der NS-Zeit gehören ebenso zu ihren zentralen Themen wie der internationale künstlerische Austausch.
Mit dem Nachwuchsförderpreis der Kulturministerin wird das kongolesisch-deutsche Künstler*innenduo Mukenge/Schellhammer ausgezeichnet. Lydia Schellhammer und Christ Mukenge verbinden in ihrer gemeinsamen Praxis unterschiedliche kulturelle Erfahrungen und Maltraditionen. Malerei, Zeichnung, Video, Performance und installative Arbeiten verschmelzen dabei zu einer eigenständigen Bildsprache, die traditionelle Bildwelten mit Fragen des postdigitalen Zeitalters verbindet.
Die Ausstellung versammelt damit fünf künstlerische Positionen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und gerade darin einen spannenden Blick auf die Gegenwartskunst in Brandenburg eröffnen. Sie zeigen Brandenburg als vielfältigen Kunst- und Lebensraum – zwischen Stadt und Land, regionaler Verwurzelung und internationalem Austausch, persönlicher Erinnerung und gesellschaftlicher Gegenwart.
Die Preisverleihung findet am 6. September 2026 im Rahmen einer Festveranstaltung statt.






