Standorte des BLMK

Cottbus (CB)

Dieselkraftwerk

Uferstraße/Am Amtsteich 15
03046 Cottbus Deutschland
Tel: +49 355 4949 4040
Öffnungszeiten:

dienstags bis sonntags
12 bis 18 Uhr

Sonder­öffnungs­­zeiten an Feier­tagen
Eintrittspreise

Alle Ausstellungsräume, der Veranstaltungssaal und das mukk. sind über Aufzüge barrierefrei zu erreichen.

Frankfurt (Oder) (FF)

Packhof

Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11
15230 Frankfurt (Oder) Deutschland
Tel: +49 335 4015629
Öffnungszeiten:

dienstags bis sonntags
11 bis 17 Uhr

Sonder­öffnungs­­zeiten an Feier­tagen
Eintrittspreise

Die Ausstellungsräume sind barrierefrei: Besuch bitte nur mit Begleitperson.

Frankfurt (Oder) (FF)

Rathaushalle

Marktplatz 1
15230 Frankfurt (Oder) Deutschland
Tel: +49 335 28396183
Öffnungszeiten:

vorübergehend geschlossen

Sonder­öffnungs­­zeiten an Feier­tagen
Eintrittspreise

Die Ausstellungsräume sind barrierefrei über eine Rampe erreichbar: Besuch bitte nur mit Begleitperson.

Lade Veranstaltungen
8.5.—6.6.2021

Kleine Oderstraße in Frankfurt (Oder)

Alle weiteren Informationen zu den Kunstwerken, Künstlern und Mitmachangeboten erhalten Sie hier.

 

 

Rolf Biebl
M.K. mit Telefon, 1983, Steinguss,
50 x 45 x 24 cm, Foto: Marlies Kross
© VG Bild-Kunst, Bonn, 2021

Zu den frühen Arbeiten des Berliner Bildhauers zählt dieser Steinguss. Der Bildhauer sagt, warum der Mann einen Telefonhörer in die Hand bekommt: „M.K. war damals zu meiner Meisterschülerzeit in der Akademie der Künste ein Modell von uns (Clemens Gröszer und mir). Ich habe ihn porträtiert und wollte unbedingt etwas technisch Zivilisatorisches verhandeln … Diese Arbeit ist ein Unikat, Steinguss verlorene Form.“ Kopf, Oberkörper und Hand sind sachlich und konzentriert formuliert. Der Hörer und die Hand erhielten eine farbige Fassung. Sie setzen  sich dadurch von der Betonsichtigkeit  der Porträtbüste ab und wirken nun wie Fremdkörper. Heute mutet der Telefonhörer aus dem Jahr 1983 antiquiert an. Daran ist zu sehen, wie schnell sich die Technik ändert und ihre Funktionsweise nicht mehr klar erkennbar ist. AH

 

Rolf Biebl

  • 1951 geboren in Klingenthal
  • 1971 – 1978 Studium der Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee
  • 1979 – 1980 Studium an der Akademie der Schönen Künste in Budapest
  • Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR (VBK-DDR)
  • lebt in Berlin

Mitmachangebot:

Kunst nachgestellt

 

Das BLMK bringt die Kunst in die Stadt! Wir laden Sie ein, Werke unserer Kunst – Schau – Fenster nachzustellen und sich so mit Kunst auseinanderzusetzen.

Schlüpfen Sie in die Rolle der dargestellten Figur, Figurengruppe oder Szene und erfahren Sie durch das eigene Tun etwas über den Zusammenhang zwischen formaler Anordnung und inhaltlicher Aussage des Kunstwerkes.

Stellen auch Sie Kunst nach und senden Sie uns ein Foto ihrer eigenen Interpretation unter Angabe ihres Namens an:

 

Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst (BLMK)
Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Str. 11
15230 Frankfurt (Oder)
kunstvermittlung.frankfurt@blmk.de

 

Einsendeschluss ist der 6.6.2021! Wir stellen von Zeit zu Zeit eine Auswahl online.

 

 


 

Klaus Hack
Reifrockfigur, 1999-2001, Holz, 226 x 51 x 54 cm, Foto: BLMK,
© VG Bild-Kunst, Bonn, 2021

Die Holzskulptur gehört zu einer Gruppe von Arbeiten des Brandenburgers, die Ende 1990 entstanden sind. Dort kombiniert er die Gitterform des Kleidungsstückes mit einer Löffelkopffigur. In unzähligen Variationen erfahren sie Wandlung und Verwandlung. Diese reichen vom geschlossenen zum durchbrochenen Kleid, vom weiblichen Idol bis  hin zum  rätselvollen Rockgebilde. Die Röcke sind barock gewölbt oder zellenförmig strukturiert.  Manchmal ist der Kernstamm der Skulptur zu sehen. Das Holz ist in seiner Rauheit belassen und wurde weiß geschlämmt. Insbesondere haben den Künstler zu diesen Figuren der Surrealismus, der deutsche Expressionismus und vor allem die Schnitzereien für Kopfaufsätze aus Neuseeland, die Malanggane, beeinflusst. AH

 

Klaus Hack

  • 1966 geboren in Bayreuth
  • 1989 – 1991 Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, Klasse Prof. Uhlig
  • 1991 – 1995 Hochschule der Künste Berlin, Klasse Prof. Rolf Szymanski, Abschluss als Meisterschüler Hochschule der Künste Berlin, Klasse Prof. Lothar Fischer
  • lebt und arbeitet in Seefeld/Brandenburg

Mitmachangebote:

Auf Abstand-Eine Performance zum Mitmachen

 

Bildet sich eine kleine Gruppe oder kommen sich Menschen zu nahe, dann sorgt dies in Pandemiezeiten für viel Aufsehen. Doch was macht das Abstandhalten eigentlich mit uns und unserer Gesellschaft, wenn wir uns von Natur aus doch auch nahe sein wollen?

Wir wollen es ausprobieren und laden Sie zum Abschluss der Kunst–Schau–Fenster am 6.6.2021 zu einer Kunstaktion zum Mitmachen mit Abstand ein! Inspiriert vom Kunstwerk Klaus Hacks „Reifrockfigur“ wollen wir visualisieren, wie viel 1,50 m eigentlich sind. Gleichzeitig wollen wir zeigen, dass Kunst und Kultur auch in Corona-Zeiten da sind!

Nur mit vorheriger Anmeldung (begrenzte Teilnehmer*innenzahl) bis zum 1.6.2021 und Reifrock mit einem Durchmesser von 1,50-2,00 m! Das benötigte Material dazu ist in einem KunstRucksack erhältlich. Anfragen und weitere Informationen unter oder zur Webseite:

 

Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst (BLMK)
Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Str. 11
15230 Frankfurt (Oder)
kunstvermittlung.frankfurt@blmk.de

 


 

Baldur Schönfelder
Die Beurlaubung des Königs, 1976, Zinnlegierung, Holzstuhl, 95 cm, Foto: BLMK, © Künstler

Der Berliner Bildhauer und Objektkünstler Baldur Schönfelder vermischt zwei Ebenen der Realität. Er nimmt einen echten Gegenstand aus dem Alltag. Die Plastik wiederum ist eine Figur, die aus dem Reich surrealer Phantasie gekommen ist. Stuhl und Figur ergeben die Realität des Augenblickes. Es ist die Realität der Kunst. Sie ist rätselhaft wundersam und lässt verschiedene Deutungen zu.

Der Titel dieser Installation bringt noch mehr Rätselhaftigkeit ins Spiel: Die Beurlaubung des Königs. Ist es ein nackter König ohne Reich und Macht, der die Arme tatenlos verschränkt? Ist er im Wartemodus – ohne Gesicht?  Ist es eine politisch gemeinte Metapher für die Ohnmacht der DDR-Staatsmacht? (Im Jahr 1976 wurde Wolf Biermann ausgebürgert.) Oder ist es eine Metapher für das Unbewusste, auf den König in uns, der  nicht mehr den Seelenhaushalt beherrscht? AH

 

 

 

Baldur Schönfelder

  • 1934 geboren in Hasenthal/Thüringen
  • 1955 – 1960 Studium an der Hochschule für Bildende und Angewandte Kunst Berlin Weißensee bei Prof. Waldemar Grzimek, Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR (VBK-DDR)
  • seit 1963 freiberuflich tätig
  • lebt und arbeitet in Berlin-Karow

 


Mitmachangebote:

Wenn ich König oder Königin wäre, … Ideenwettbewerb

 

  • Alter: 6-99
  • Materialien: Papier und Stift

 

Anleitung

Haben Sie auch schon einmal davon geträumt, als König oder Königin weise und gütig zu herrschen? Was würden Sie tun, wenn Sie König oder Königin wären? Schreiben Sie uns, wozu Sie ihre Macht verlocken würde und senden Sie ihren Text „Wenn ich König oder Königin wäre, …“ entweder postalisch oder per Mail an:

 

Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst (BLMK)
Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Str. 11
15230 Frankfurt (Oder)
kunstvermittlung.frankfurt@blmk.de

 

Einsendeschluss ist der 6.6.2021! Wir stellen eine Auswahl der besten Ideen online.


 

Frank Maasdorf
Bedrohung, 1980, Holz, 190 x 35 x 40 cm, Foto: BLMK,
© VG Bild-Kunst, Bonn, 2021

 

Expressive Kerben strukturieren die langgestreckte Gestalt der Bedrohung. Axt und Kettensäge haben sich tief in den Stamm eingeschnitten. Die Holzskulptur ist in drei rudimentäre Teile gegliedert. Der obere Teil kann als Kopf gedeutet werden. Dort und im unteren Bereich ist noch rote Farbe zu sehen. Es kann sein, dass der Stamm bemalt wurde, um zu wissen, was weggenommen werden soll und was nicht. Der Arbeitsprozess verlief gewiss spontan, laut und schweißtreibend. Der Dresdner Bildhauer nahm Anregungen von außereuropäischen und längst vergangenen Kulturen auf. Der um 1980 herrschende internationale Neoexpressionismus hat ihn beeinflusst und zu einem Schaffensrausch geführt. Die Aussage der Bedrohung ist allgemein gehalten – aber spürbar. Es wird ein Grundgefühl angesprochen. AH

 

Frank Maasdorf

  • 1950 geboren in Dresden
  • 1972 – 1977 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden
  • Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR (VBK-DDR)
  • lebt und arbeitet in Dresdens

Mitmachangebote:

Was empfinden Sie gerade als bedrohlich?-Umfrage

 

Das Wort Bedrohung hat zwei Bedeutungen: Es kann sich bei einer Bedrohung um das Ankündigen von Gewalt oder das Aussprechen einer Drohung handeln. Es kann sich bei Bedrohung aber auch um einen gefährlichen Umstand handeln, der sich wiederum negativ auf etwas oder jemanden auswirken kann.

Gestalten Sie die Rückseite einer Postkarte künstlerisch (mit Worten und oder bildlich) und geben Sie so wieder, was Sie gerade als bedrohlich empfinden. Senden Sie diese an:

 

Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst (BLMK)

Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Str. 11
15230 Frankfurt (Oder)

Einsendeschluss ist der 6.6.2021! Wir stellen eine Auswahl online.

 


 

 

Eva Maria Wilde
Türme, 2002, 2003, Holz, Papier, 200 x 35 x 35 cm, 270 x 45 x 45 cm, Foto: BLMK,

© VG Bild-Kunst, Bonn, 2021

 

Vertikale und horizontale Strukturen bestimmen die ungewöhnlichen Stadtansichten der Berliner Künstlerin. Ihre Motive sind hauptsächlich die Skyscraper der Megastädte in Asien und in den Emiraten und deren urbane Wucherungen. Die Künstlerin geht dicht an ihre Motive heran und erfasst sachlich, aber nicht ohne Poesie, das Äußere der Hochhäuser: ihre glitzernden Fassaden und deren funktional-ästhetische Grundstruktur. Es entstehen mit Klebestreifen strukturierte Stelen, die als Türme bezeichnet werden. Die Flächen zwischen den Rastern werden mit einer verhaltenen Farbigkeit ausgefüllt. Darin können „gespiegelte“ Wolken, Flüsse, Bäume oder andere Häuser erkannt werden. AH

 

Eva Maria Wilde

  • 1972 geboren in Dresden
  • 1991-1997 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden
  • lebt und arbeitet in Berlin

 


Mitmachanbegot:

KunstRucksack-Konstruktives Spiel für Jung und Alt

 

Türme sind städtebauliche Konstruktionen, die sich vertikal ausgerichtet anhand ihrer Höhe definieren. Oftmals überragen sie die sie umgebende Bebauung um ein Vielfaches. Ein prägnantes Beispiel in Frankfurt (Oder) ist der Oderturm. Vertikale und horizontale Strukturen bestimmen auch die ungewöhnlichen Stadtansichten der Berliner Künstlerin Eva Maria Wilde. Und ebenfalls im museumspädagogischen Alltag ist der Bau von Türmen aus unterschiedlichen Materialien immer wieder ein beliebtes Betätigungsfeld, bei dem sich nicht nur Jung, sondern auch Alt gern mitreißen lassen und nebenbei etwas über die Gesetze der Statik erfahren.

Eine herausfordernde Technik ist der Bau von Türmen aus Klammern und Eisstielen. Wir zeigen wie´s geht! Leihen Sie sich einfach einen  KunstRucksack mit einer Anleitung und dem benötigten Material sowie weiteren Anregungen dazu aus.

Anfragen und weitere Informationen unter oder LINK zur Webseite:


Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst (BLMK)

Jette Panzer, Museumspädagogin
+49 335 283 959 123
kunstvermittlung.frankfurt@blmk.de

 


 

 

 

Lutz Friedel
Doppelkopf, 2003, Holz, 88 cm, Foto: BLMK, © VG Bild-Kunst, Bonn, 2021

 

Seit etwa 1989 schlägt und sägt der Maler fiktive Porträtköpfe aus alten Stämmen. Die Farbe zeigt Formen – wie ein Auge oder die Haare – die nicht aus dem Holz geschlagen wurden. An die Stelle der realen Plastik tritt die Fiktion des Malerischen. „Ich arbeite bis das Holz eine Seele hat“ und „Herrn X aus dem Holz zu schlagen, erfordert vor allem Handwerk, weniger Phantasie…. Hier verläuft die Trennungslinie zwischen den Skulpturen und meiner Malerei.“ Der Doppelkopf spielt auf den antiken Mythos von Janus und seinem Doppelgesicht an. Die Holzskulptur zeigt Mann (?) und Frau (?) als eine Kopfeinheit – jeder blickt in die entgegengesetzte Richtung und sieht etwas Anderes. AH

 

Lutz Friedel

  • 1948 in Leipzig geboren
  • 1968 – 1970 Studium der Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Gerhard Kettner und Herbert Kuntze
  • 1970 – 1973 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
  • 1973 Diplom in der Fachklasse Grafik bei Heinz Wagner
  • Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR (VBK-DDR)
  • lebt in Berlin und im Havelland

 


 

 

 

Kurt Buchwald
Röhrenmensch, 2005, Spanplatte, 190 x 70 cm, Foto: Winfried Mausolf
© VG Bild-Kunst, Bonn, 2021

Die Aktionen des Berliner Konzeptkünstlers und Fotografen konterkarieren die ehemaligen Aktivitäten der Stasi und persiflieren die aktuelle Staatsüberwachung. Sehen und nicht gesehen werden, anwesend sein und ohne da zu sein, beobachten ohne zu sehen, zu sehen ohne zu wissen, was ist das für eine Zeit? In Observatorien befinden sich anonyme Beobachter, die alles aufschreiben und registrieren. Ihre Wahrnehmungsorgane sind zu Röhren mutiert, die in langen Schlangen den Globus umspannen. Der Homo sapiens ist verschwunden, Röhrenmenschen bevölkern die Erde. Das sagte der Künstler anlässlich einer Aktion in Frankfurt (Oder) und in Słubice im Jahr 2003. Mit einer Beobachtungsröhre auf dem Kopf ging er durch das Zentrum von Frankfurt (Oder) und anschließend zur damals bewachten Grenze. Der Grenzbeamte war irritiert und ließ den Künstler dennoch passieren. AH

 

 

Kurt Buchwald

  • 1953 bin Lutherstadt Wittenberg geboren
  • 1979 Beginn mit künstlerischer Fotografie, Aktionen
  • 1986 Mitglied im VBK und freischaffend tätig
  • seit 1982 leben und arbeiten in Berlin