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10.5. – 5.7.26 | Frankfurt (Oder) | FF Packhof

Joachim Völkner Im Wachen träumen

Seit den 1980er Jahren gab es keine Personalausstellung zum Werk von Joachim Völkner mehr. Nach fast 40 Jahren wird das Völknersche Œuvre nun wieder umfassend in einer Personalausstellung im BLMK gezeigt.
Joachim Völkner, Seiltänzer, 1984, Öl auf Hartfaser, Sammlung BLMK © VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Fotograf: Michael Ehritt

Joachim Völkner, Seiltänzer, 1984, Öl auf Hartfaser, Sammlung BLMK © VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Fotograf: Michael Ehritt

 

Veranstaltungsort

Packhof
Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11
15230 Frankfurt (Oder) Deutschland
Telefon:
Tel: +49 335 4015629
Öffnungszeiten:

dienstags bis sonntags
11 bis 17 Uhr

Sonder­öffnungs­­zeiten an Feier­tagen
Eintrittspreise

Joachim Völkner mit Lutz Friedel, Rolf Händler, Willy Kriegel, Curt Querner, Hans Vent und Doris Ziegler

 

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In seinem Tagebuch schilderte Joachim Völkner (1949 Berlin/DDR – 1986 ebenda) sowohl die beunruhigenden Erschütterungen der nächtlichen Alpträume als auch die Annehmlichkeiten des täglichen Träumens im Wachen. Der Autodidakt gehörte in den 1970er und 1980er Jahren zur jüngsten Künstler*innengeneration in der DDR und entwickelte einen in sozialer Verantwortung wurzelnden Realismus. In seinem Œuvre finden sich nicht nur Porträts, sondern auch Familienkonstellationen, Straßenszenen oder biblische Motive.

 

Der menschliche Kopf ist Völkner zu seinem Generalthema geworden. Physiognomien vom Kindes- bis zum Greisenalter reizten ihn. Er tastete sich durch die Gesichter und analysierte präzise die Spuren des Lebens. Dabei faszinierte ihn die Ergründung emotionaler Seins-Zustände. Seine Protagonist*innen sind zumeist Bekannte, Verwandte und Freund*innen, aber auch verehrte Berühmtheiten. Sein eigenes Konterfei erkundete er mittels ganzer Porträtfolgen. Seine Selbstbildnisse sind ungeschönte und rücksichtslose Ich-Befragungen. Die Kinderdarstellungen zeigen den Nachwuchs nicht als idealisierte Wesen, sondern als eigenständiges Individuum mit subjektiver Gefühlswelt. Viele dieser Werke thematisieren ein Unerfülltsein kindlicher Ansprüche. Anstelle von Unbeschwertheit zeigt sich eine Atmosphäre innerer Leere und Isolation, die durch schmale Bildräume wie den fahlen Widerschein grauer Mauern noch verstärkt wird.

 

Die Ausstellung Im Wachen träumen soll an der Wiederentdeckung der singulären künstlerischen Position von Joachim Völkner mitwirken. Sechs Werke aus der Sammlung des BLMK wurden ihm zur Seite gestellt, die zum spannungsreichen Dialog einladen. Es handelt sich um kunsthistorische Vorbilder und Weggefährt*innen, die ihre Werke wie Völkner zumeist in den 1980er Jahren geschaffen haben.

 


In his diary, Joachim Völkner (1949 Berlin/GDR – 1986 ibid.) described both the unsettling shocks of his nightly nightmares and the comforts of daydreaming while awake. A self-taught artist, he belonged to the youngest generation of artists in the GDR during the 1970s and 80s and developed a realism rooted in social responsibility. His oeuvre includes not only portraits, but also family constellations, street scenes, and biblical motifs.

 

The human head became Völkner’s central theme. Physiognomies from childhood to old age fascinated him. He explored faces, meticulously analyzing the traces of life. He was particularly captivated by the exploration of emotional states of being. His subjects were mostly acquaintances, relatives, and friends, but also revered celebrities. He explored his own likeness through entire series of portraits. His self-portraits are unvarnished and ruthless examinations of the self. His depictions of children show offspring not as idealized beings, but as independent individuals with their own subjective emotional worlds. Many of these works address the unfulfilled aspirations of childhood. Instead of lightheartedness, an atmosphere of inner emptiness and isolation prevails, further intensified by narrow pictorial spaces and the pale reflection of gray walls.

 

Since the 1980s, there has been no solo exhibition of Joachim Völkner’s work. After almost 40 years, Völkner’s oeuvre is now being presented comprehensively in a solo exhibition at the BLMK. This exhibition aims to contribute to the rediscovery of Joachim Völkner’s singular artistic position. Six artists from the BLMK collection have been placed alongside his works, inviting a dynamic dialogue. These are works by art historical role models and contemporaries who, like Völkner, mostly created their pieces in the 1980s.

Veranstaltungsort

Packhof
Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11
15230 Frankfurt (Oder) Deutschland
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Programm im Zusammenhang mit der Ausstellung