Standorte des BLMK

Cottbus (CB)

Dieselkraftwerk

Uferstraße/Am Amtsteich 15
03046 Cottbus Deutschland
Tel: +49 355 4949 4040
Öffnungszeiten:

dienstags bis sonntags
12 bis 18 Uhr

Sonder­öffnungs­­zeiten an Feier­tagen
Eintrittspreise

Alle Ausstellungsräume, der Veranstaltungssaal und das mukk. sind über Aufzüge barrierefrei zu erreichen.

Frankfurt (Oder) (FF)

Packhof

Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11
15230 Frankfurt (Oder) Deutschland
Tel: +49 335 4015629
Öffnungszeiten:

dienstags bis sonntags
11 bis 17 Uhr

Sonder­öffnungs­­zeiten an Feier­tagen
Eintrittspreise

Die Ausstellungsräume sind barrierefrei: Besuch bitte nur mit Begleitperson.

Frankfurt (Oder) (FF)

Rathaushalle

Marktplatz 1
15230 Frankfurt (Oder) Deutschland
Tel: +49 335 28396183
Öffnungszeiten:

vorübergehend geschlossen

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Die Ausstellungsräume sind barrierefrei über eine Rampe erreichbar: Besuch bitte nur mit Begleitperson.

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18.9.—5.12.2021 | CB Dieselkraftwerk

Strukturen im Wandel Die Zukunft hat schon begonnen – Vom Leben in Industrielandschaften

Der Titel der Gruppenausstellung „Die Zukunft hat schon begonnen“ geht auf das gleichnamige Buch des Schriftstellers und Aktivisten Dieter Liebig zurück. Jene Publikation widmet sich Orten, Dörfern und deren Sozialstrukturen, die der Ausweitung von Braunkohlerevieren in der Lausitz weichen mussten.

 

Veranstaltungsort

Dieselkraftwerk
Uferstraße/Am Amtsteich 15
03046 Cottbus Deutschland
Telefon:
Tel: +49 355 4949 4040
Öffnungszeiten:

dienstags bis sonntags
12 bis 18 Uhr

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Das Verschwinden dieser kulturellen und gesellschaftlichen (Erinnerungs-)räume wird als ein traumatischer Prozess beschrieben, jedoch verweist der Text auf künstlerische Formate und Formen als relevante Möglichkeiten das Vergangene zu wahren und gleichzeitig das Neue zu projektieren. Gegenwart wird hierbei als Moment der (Selbst-)ermächtigung mündiger Gesellschaften beschrieben.

In drei Kapiteln strukturiert, sowie durch ein Partizipationsmodul erweitert, zeigt die Ausstellung künstlerische Reflektionen von (Post)Industrialisierungen im Spannungsfeld des Wandels von (ökonomisierter) Landschaft und Arbeit als identitätsstiftende Faktoren.

Ein einführendes Kapitel verweist auf das frühe 20ste Jahrhundert und die Politisierung der Bildwürdigkeit von Industrie. Bildrepräsentationen von Industrien, vor allem in Verbindung mit Landschaftsdarstellungen, fanden bereits Mitte des 18. Jahrhunderts Eingang in die Malerei, wurden jedoch primär als ästhetisches Phänomen verhandelt, das es in ein geradezu pittoresk anmutendes Ensemble aus Natur und Zivilisation zu integrieren galt. Politisch konnotierte Bildvorstellungen hingegen entwickelten sich verstärkt erst nach dem Ersten Weltkrieg. Hierbei lassen sich zwei unterschiedliche Bildkonzepte ausmachen: Schematisierungs- und Abstraktionstendenzen einerseits, sozialkritische Realismen andererseits.

Das Hauptkapitel verknüpft Werke aus der Sammlung des BLMK aus dem Zeitraum 1950 – 1990 mit zeitgleich entstandenen, thematisch identisch gelagerten Kunstwerken aus England und Polen. Untersucht werden auch hier die unterschiedlichen Bildauffassungen zwischen gegenständlich und abstrakt. Ziel ist es nicht nur das strukturelle und ökonomische Kernthema, das die Geschichte Brandenburgs bestimmt, an zeitgleiche Entwicklungen andernorts anzubinden. Viel zielt diese Verknüpfung auch darauf ab Bildkonzepte und Stile der durch die DDR geprägten Sammlungsexponate des BLMK aus ihrem politisch-systemischen Kontext herauszulösen und Zusammenhänge internationaler künstlerischer Entwicklungen zu stellen.

Das Schlusskapitel der Ausstellung setzt sich aus fotografischen, filmischen und installativen Neuproduktionen zusammen, die den Blick zeitgenössischer Künstler*innen auf den landschaftlichen Wandel der (Post)Industrialisierung in der Lausitz, dem Ruhrgebiet und Polen lenken und hierbei deren Spezifika, aber auch Ähnlichkeiten hinsichtlich der gesellschaftlichen Folgen nachgehen.

Die Ausstellung ist eine Einladung, sich mit den eigenen Wahrnehmungen der durch die Industrialisierung Brandenburgs geprägten Landschaft auseinanderzusetzen, mit den widersprüchlichen und komplexen Räumen, die sich zwischen Tagebau, Kraftwerken und Hochspannungsmasten und landwirtschaftlich genutzten Flächen öffnen. Von diesen Überlegungen ausgehend werden die Beziehungen zu Industrielandschaften an anderen Orten der Welt, wie dem Ruhrgebiet, England und vor allem Polen in den Blick genommen.

Gefördert durch die Euroregion Spree-Neiße-Bober

Eine Kooperation mit dem Leopold-Hoesch-Museum Düren und der BWA Galerie Zielona Gora

Veranstaltungsort

Dieselkraftwerk
Uferstraße/Am Amtsteich 15
03046 Cottbus Deutschland
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Tel: +49 355 4949 4040
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12 bis 18 Uhr

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