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25.4. – 23.8.26 | Cottbus | CB Dieselkraftwerk

Chris Hinze. Fragmente eines Wegs Raum der Stille

Der "Raum der Stille" von Chris Hinze ist eine ortsspezifisch angelegte, raumfüllende Installation als Teil der Ausstellung "Fragmente eines Wegs". Durch skulptural-architektonische Intervention sowie subtilen Klang wird der Ausstellungsraum transformiert.
Chris Hinze, Raum der Stille, Installationsansicht, BLMK Cottbus, 2026, Foto: Bernd Schönberger

Chris Hinze, Raum der Stille, Installationsansicht, BLMK Cottbus, 2026, Foto: Bernd Schönberger

 

Veranstaltungsort

Dieselkraftwerk
Uferstraße/Am Amtsteich 15
03046 Cottbus Deutschland
Telefon:
Tel: +49 355 4949 4040
Öffnungszeiten:

dienstags bis sonntags
11 bis 19 Uhr

Sonder­öffnungs­­zeiten an Feier­tagen
Eintrittspreise

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Die Einzelausstellung des 1969 in Cottbus geborenen Bildenden Künstlers und Musikers Chris Hinze ist zweiteilig angelegt. Während im Ausstellungssaal Maschinenhaus 1 die neue, ortsspezifisch angelegte, raumfüllende Installation Raum der Stille zu sehen ist, ist die Präsentation im Schalthaus 3 (25.4. – 14.6.2026) kontrapunktisch ausgerichtet indem in geradezu klassisch musealer Form ein Überblick über Bildwerke unterschiedlicher Techniken sowie Skulpturen aus unterschiedlichen Schaffenszeiten gezeigt werden.

 

In den späten 1980er Jahren sich zunächst in erster Linie als Musiker profilierend und im Bereich der Performance experimentierend, begann Chris Hinze bald seine Auseinandersetzung mit Fragen archaischer Lebensformen und deren symbolischen Motivwelten sowie mythologischen Themen auch in Bildwelten zu überführen. Immer wiederkehrende Themenkomplexe sind hierbei das (spirituell konnotierte) Verhältnis von Mensch und Natur sowie die Idee unterschiedlichster Grenzüberschreitungen als intellektuelle, transzendentale, gleichermaßen jedoch auch physische und vor allem ästhetische Möglichkeit der Überwindung (gesellschaftlicher) Zwänge, Konventionen und (Selbst)Kontrollmechanismen.

 

Der Raum der Stille wird durch skulptural-architektonische Interventionen sowie subtilen Klang transformiert. Die Rauminstallation verwandelt den musealen Kontext in einen Erfahrungsraum für Besucher*innen, die zu aktiv Beteiligten werden, aber auch stille Beobachter bleiben können.

 

Der Raum wird beidseitig durch einen doppelten Eingang gekennzeichnet: nach dem Öffnen der Saaltüren durchschreiten die Besucher*innen Torbögen, die aus rohen Robinienstämmen gefertigt sind. Flankiert von zwei Skulpturengruppen schematischer Figuren, findet sich in der Raummitte ein Kreis aus weißen, runden Kissen, die zur Mediation, aber auch zum schlichten Verweilen genutzt werden können. Die auf Metallstäben angebrachten Figuren, die jenen Kreis umringen, ähneln formreduzierten menschlichen Gestalten, die wie Schattenfiguren, Wächter*innen, Beschützer*innen oder auch Homunculi wirken. Aus Beton in den vorgeformten Waldboden genossen, tragen die Figuren die Spuren ihres Entstehungsprozesses und -umfeldes indem Moos, Baumnadeln oder Laub, Erdreste etc. auf den Oberflächen des Beton sichtbar sind. Versatzstücke von Natur und Landschaft sind somit in die Skulpturenkörper, sozusagen die Haut der Figuren eingeschrieben.

 

Die Figuren entstammen zwei unterschiedlichen Kontexten: einige von ihnen wurden im vergangenen Jahr im Rahmen des First Nation-Projektes, einer von Chris Hinze in Jamlitz produzierten und gezeigten Open Air-Installation zu verschwundenen Orten und Leerstellen hergestellt. Weitere, neue Figuren entstanden vor einigen Wochen im Wald bei Drebkau. Die Vermengung der Skulpturen aus unterschiedlichen Zeiten und Orten verknüpft somit auch verschiedene (Natur)Räume und deren geschichtliche Aufladung.

 

Während der Ausstellungsdauer finden im Raum der Stille regelmäßig vom Künstler konzipierte und angeleitete Klang- und Mediationssitzungen statt.

 


The solo exhibition of visual artist and musician Chris Hinze, born in Cottbus in 1969, is presented in two parts. While the new, site-specific, room-filling installation „Raum der Stille“ (Room of Silence) is on display in the exhibition hall „Maschinenhaus 1″, the presentation in “ Schalthaus 3″ is contrapuntal, offering an overview of paintings in various techniques and sculptures from different periods of his career in a more traditional museum setting.

 

Having initially established himself primarily as a musician and experimented in performance art in the late 1980s, Chris Hinze soon began to translate his exploration of archaic ways of life and their symbolic imagery, as well as mythological themes, into visual art. Recurring themes include the (spiritually connoted) relationship between humanity and nature, as well as the idea of various forms of transgression as an intellectual, transcendental, yet also physical and, above all, aesthetic possibility of overcoming (societal) constraints, conventions, and (self-)control mechanisms.

 

The space of silence is transformed through sculptural and architectural interventions and subtle sound. The spatial installation transforms the museum context into an experiential space for visitors, who can become active participants or remain silent observers.

 

The space is marked by a double entrance on both sides: after opening the hall doors, visitors pass through archways made of raw robinia trunks. Flanked by two groups of sculptural figures, a circle of white, round cushions is located in the center of the space, which can be used for meditation or simply for quiet contemplation. The figures mounted on metal rods, encircling the circle, resemble simplified human forms, appearing like shadow figures, guardians, protectors, or even homunculi. Cast in concrete and embedded in the pre-formed forest floor, the figures bear the traces of their creation and environment, with moss, pine needles, leaves, soil residue, and other elements visible on the concrete surfaces. Fragments of nature and landscape are thus inscribed into the sculptural forms, the very skin of the figures, so to speak.

 

The figures originate from two distinct contexts: some were created last year as part of the First Nation project, an open-air installation by Chris Hinze in Jamlitz, exploring vanished places and voids. Other, newer figures were created a few weeks ago in a forest near Drebkau. This juxtaposition of sculptures from different times and places also connects various (natural) spaces and their historical significance.

 

During the exhibition, sound and meditation sessions, conceived and led by the artist, will take place regularly in the Room of Silence.

Veranstaltungsort

Dieselkraftwerk
Uferstraße/Am Amtsteich 15
03046 Cottbus Deutschland
Telefon:
Tel: +49 355 4949 4040
Öffnungszeiten:

dienstags bis sonntags
11 bis 19 Uhr

Sonder­öffnungs­­zeiten an Feier­tagen
Eintrittspreise

Programm im Zusammenhang mit der Ausstellung

25.4. – 14.6.26 | Cottbus | CB DieselkraftwerkChris Hinze Fragmente eines WegsChris Hinze beschäftigt sich über Installationen, Musik und Grafik mit der Herstellung unterschiedlicher Räume, die ausgehend von Architektur, aber auch Natur und Landschaft in Verbindung mit Klang ästhetische und sinnlich erfahrbare Erlebnismomente bieten.DieselkraftwerkUferstraße/Am Amtsteich 1503046 Cottbus+49 355 4949 4040MehrTeilenTermin speichernChris Hinze, Stiller Krieger, 2005, Siebdruck © Künstler, Foto: Bernd Schönberger